Der Hamburger SV hat sich mit einem 3:1 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach vorerst von Platz 15 auf Rang acht der Bundesliga verbessert. Während die Hamburger am neunten Spieltag nun zwölf Punkte aufweisen, bleibt die Borussia mit vier Zählern Tabellenletzter. Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion entschieden zwei Distanztreffer und das erste Bundesligator von Shafiq Nandja die Begegnung. Gladbach hatte die frühe Führung der Gastgeber noch vor der Pause ausgeglichen, musste nach Gelb-Rot für Ko Itakura aber fast die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten. Der Aufwärtstrend der Gäste wurde damit gestoppt.
- Miro Muheim, Shafiq Nandja und Albert Grönbaek erzielten die Hamburger Tore beim 3:1 gegen Gladbach.
- Joe Scally glich in der 44. Minute zwischenzeitlich für die Borussia aus.
- Gladbachs Ko Itakura sah in der 49. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.
- Der HSV steht vorerst auf Platz acht, Gladbach bleibt mit vier Punkten Letzter.
Muheims Distanztreffer eröffnet einen offenen Schlagabtausch
Beide Mannschaften kamen früh zu Möglichkeiten. Gladbachs Shuto Machino schoss in der vierten Minute knapp über das Tor. Auf der anderen Seite profitierte Patson Daka von einer missglückten Rückgabe Scallys, scheiterte frei vor dem Tor aber an Borussia-Torwart Daniel Batz.
Die Führung gelang dem HSV in der elften Minute: Miro Muheim legte sich den Ball vor und traf mit einem wuchtigen Distanzschuss ins rechte untere Eck. Für ihn war es bereits das dritte Tor aus der zweiten Reihe in dieser Saison.
Auch danach blieb die Partie offen. Gladbach erspielte sich weitere Chancen, die Hamburger kamen ebenfalls mehrfach gefährlich zum Abschluss. Batz und HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes verhinderten zunächst weitere Treffer. Die Gastgeber verpassten es dabei, ihre Führung vor der Pause auszubauen.
Stattdessen schlug Gladbach kurz vor dem Halbzeitpfiff zu. Nach einer Kopfballabwehr von Warmed Omari landete der Ball bei Scally. Dessen Schuss von der Strafraumgrenze gelangte in der 44. Minute zum 1:1 ins Hamburger Tor; Robin Hack hatte ihn offenbar noch leicht abgefälscht.
Itakuras Platzverweis verschiebt die Kräfteverhältnisse
Nur vier Minuten nach Wiederbeginn verlor die Borussia einen Spieler: Der bereits verwarnte Itakura sah wegen eines weiteren Foulspiels Gelb-Rot. Der HSV übernahm anschließend stärker die Kontrolle, während sich Gladbach auf die Defensive verlegte.
Die Hamburger nutzten ihre Überzahl zu zwei weiteren Toren und ließen Gladbachs Hoffnung auf den ersten Auswärtserfolg in dieser Partie schwinden.
In der 60. Minute spielte Albert Lokonga Grönbaek frei. Der bediente Nandja, der Batz zur erneuten Hamburger Führung überwand. Für das HSV-Eigengewächs war es der erste Treffer in der Bundesliga.
Ganz ohne Gefahr blieb die Führung zunächst nicht: Ein Abspielfehler des zurückgekehrten Abwehrchefs Sebastiaan Bornauw brachte die Gastgeber noch einmal in Bedrängnis. Der Belgier konnte die Situation im eigenen Strafraum jedoch selbst bereinigen.
Zehn Minuten nach Nandjas Tor sorgte Grönbaek für den Endstand. Sein Distanzschuss zum 3:1 nahm den Gästen die verbliebene Hoffnung auf Punkte.
Gladbach kann den jüngsten Aufwärtstrend nicht fortsetzen
Nach vier Punkten aus den beiden vorherigen Ligaspielen musste die Borussia damit wieder eine Niederlage hinnehmen. Kapitän Philipp Sander sah im Platzverweis einen entscheidenden Einschnitt: „Ich bin mir sicher, dass ohne die Gelb-Rote Karte heute mehr drin gewesen wäre.“
Auch die beiden Hamburger Fernschüsse beschäftigten ihn: „Zwei Tore aus 30 Metern, das tut brutal weh“, sagte Sander. Sportdirektor Rouven Schröder bezeichnete die Niederlage bei Sky als „maximal bitter“, hielt seiner Mannschaft aber zugute: „Man kann der Mannschaft heute nichts vorwerfen.“





























