Der Musikstreaming-Dienst Spotify hat mit dem sogenannten „Running Mode“ eine neue Funktion für Läuferinnen und Läufer vorgestellt. Das Angebot steht ab sofort für Premium-Abonnenten in der iOS-App zur Verfügung, vorerst unter anderem in den USA, Großbritannien, Kanada, Schweden sowie weiteren ausgewählten Ländern. Nutzer können damit Wiedergabelisten auf Basis von Ziel-BPM (Beats per Minute), Musikgeschmack, Trainingsdauer und Trainingsformen wie Intervall- oder Pyramidentraining zusammenstellen lassen. Das Feature baut auf den KI-gestützten Funktionen auf, die der Konzern im vergangenen Jahr eingeführt hat.
- Der neue „Running Mode“ kombiniert Trainingsarten, BPM-Werte und Musikvorlieben zu individuellen Playlists.
- Spotify bietet 25 vorgefertigte Voreinstellungen sowie optionale englischsprachige Sprachanweisungen zur Motivation.
- Im Vergleich zur früheren Funktion aus dem Jahr 2015 müssen Nutzer ihre Parameter nun vorab manuell festlegen.
Spotify stellt die schnelle Auswahl der passenden Musik in den Vordergrund
Mit der Veröffentlichung verfolgt das Unternehmen ein klares Ziel. Nutzer sollten „weniger Zeit mit der Suche nach der richtigen Musik und mehr Zeit mit Bewegung verbringen“, hieß es in der Ankündigung von Spotify. Das System bietet 25 vorgefertigte Playlists, die sich an unterschiedliche Laufmethoden anpassen lassen. Ergänzt wird die Funktion durch optionale Audiosignale auf Englisch, die laut Spotify „rechtzeitige Hinweise und Motivation liefern, ohne der Musik im Weg zu stehen“. Diese Motivationshilfen sollen im Training die Rolle eines unterstützenden Begleiters übernehmen.
Mit nahtlosen Übergängen zwischen den einzelnen Titeln soll die Wiedergabe exakt an das gewählte Lauftempo angepasst werden.
Der Streamingdienst knüpft an frühere Fitness-Versuche an
Es ist nicht das erste Mal, dass der Konzern ein spezielles Angebot für Läufer bereitstellt. Bereits 2015 führte das Unternehmen die Funktion „Spotify Running“ ein, stellte sie jedoch 2018 wieder ein. Der entscheidende Unterschied zur damaligen Version liegt in der Steuerung: Während das alte System mithilfe der Smartphone-Sensoren das Lauftempo automatisch erkannte und die Musik synchronisierte, erfordert der neue „Running Mode“ eine aktive Festlegung der Trainingsdaten vor dem Start.
Spotify begründet den Schritt unter anderem mit der hohen Nachfrage nach entsprechenden Funktionen. Das Unternehmen gab bekannt, dass fitnessbezogene Eingaben zu den beliebtesten Verwendungszwecken der im vergangenen Jahr eingeführten KI-Playlists gehörten.
Das Angebot erweitert den bestehenden Fitness-Bereich
Der neue Laufmodus ist im im April gestarteten „Fitness Hub“ der App zu finden. Spotify baut damit seine Präsenz im Sportsegment weiter aus, nachdem der Konzern bereits eine Kooperation mit Peloton gestartet hatte, um geführte Trainingseinheiten direkt über die Plattform anzubieten.
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