Der US-amerikanische Marktführer für Lebensmittel- und Essenslieferungen, DoorDash, steigt selbst in die autonome Luftfahrt ein. Wie das Unternehmen bekanntgab, hat es von der US-Zivilluftfahrtbehörde FAA die sogenannte „Part 135“-Zertifizierung als Luftfahrtunternehmen erhalten. Damit ist DoorDash das achte Unternehmen in den USA, das kommerzielle Drohnenauslieferungen in eigener Regie durchführen darf. Unter dem Namen DoorDash Air plan der Lieferdienst, ab Herbst 2026 eigene unbemannte Fluggeräte einzusetzen, um Mahlzeiten und kleine Pakete direkt zu den Kunden zu transportieren.
- DoorDash hat die behördliche FAA-Zertifizierung für den kommerziellen Drohnenflug erhalten.
- Der eigene Lieferdienst DoorDash Air soll voraussichtlich im Herbst 2026 starten.
- Die Fluggeräte und die Bodeninfrastruktur wurden intern von der Sparte DoorDash Labs entwickelt.
- Bisherige Partnerschaften mit Anbietern wie Wing und Flytrex bleiben weiterhin bestehen.
Fokus auf mittleren Distanzen entlastet menschliche Kuriere
Mehr als 20 Prozent aller Bestellungen bei DoorDash betreffen Strecken zwischen 3 und 5 Meilen (rund 4,8 bis 8 Kilometer). Solche Lieferungen dauern laut Unternehmensangaben im Schnitt fast 25 Prozent länger als kürzere Wege, da es meist mehr Zeit in Anspruch nimmt, passende menschliche Kuriere zu finden. Durch den Einsatz von Drohnen auf diesen mittleren Distanzen sollen sich menschliche Fahrer künftig stärker auf schnelle Lieferungen im unmittelbaren Nahbereich konzentrieren können.
Ein automatisierter Verteilerschlüssel wählt künftig je nach Geschwindigkeit, Standort und Kosten die optimale Liefermethode aus.
Eigene Technik ergänzt bestehende Partnerschaften
Bislang nutzte DoorDash für Drohnentests die Dienste externer Partner wie Alphabet’s Wing und Flytrex, über die bereits Zehntausende Auslieferungen abgewickelt wurden. Nun baut das Unternehmen mit DoorDash Air eine eigene Flotte auf. Die Fluggeräte sowie die notwendige Infrastruktur für die Übergabe an Restaurants und Kunden wurden von der Roboter- und KI-Sparte DoorDash Labs entwickelt, die auch den Lieferroboter Dot hervorgebracht hat.
Neben den Fluggeräten baut DoorDash die komplette Infrastruktur für Übergabesysteme am Boden selbst auf.
In der Logistikbranche gilt die sogenannte „letzte Meile“ – der Weg vom Händler zum Endkunden – als teuerster und aufwendigster Teil der Lieferkette. Für Gastronomen und Kunden könnte der verstärkte Einsatz unbemannter Fluggeräte mittelfristig schnellere Zustellzeiten bedeuten.
DoorDash betont, dass die Partnerschaften mit externen Drohnenbetreibern trotz der eigenen Flotte fortgeführt werden. Die eigenen Fluggeräte wurden in den USA entwickelt, und auch der Großteil der Komponenten wird im Land gefertigt. Welche genauen Städte zum Start im Herbst 2026 bedient werden, will das Unternehmen in den kommenden Monaten bekanntgeben.
Würden Sie sich Ihre Pizza oder Ihre Lebensmittel per Drohne in den Garten oder auf den Balkon liefern lassen? Teilen Sie Ihre Gedanken dazu in den Kommentaren!




























