Die US-amerikanische Sängerin Carly Simon hat öffentlich gemacht, dass bei ihr die Parkinson-Krankheit diagnostiziert wurde. In einer ausführlichen Stellungnahme wandte sich die 83-jährige Musikerin an die Öffentlichkeit und schilderte ihren Weg zur Diagnose, der von jahrelangen Gehproblemen und gesundheitlichen Rückschlägen geprägt war. Neben der unheilbaren Nervenerkrankung musste sich die durch Welthits wie „You’re So Vain“ berühmt gewordene Künstlerin zudem wegen eines Basalzellkarzinoms im Gesicht operieren lassen. Trotz dieser Belastungen betonte Simon, dass sie sich nicht aus dem Leben zurückziehen werde.
- Die 83-jährige Musiklegende Carly Simon hat ihre Erkrankung an der Parkinson-Krankheit öffentlich gemacht.
- Zusätzlich musste sich die US-Sängerin einer Operation wegen eines Basalzellkarzinoms im Gesicht unterziehen.
- Trotz der gesundheitlichen Einschränkungen kündigte Simon für den 14. August ihr neues Album „Comes in Waves“ an.
Ein langer Weg zur Diagnose nach mehreren Operationen
Die gesundheitlichen Beschwerden der Sängerin begannen ursprünglich mit schwere Arthrosercheinungen in beiden Knien und einer Hüfte. Nachdem alle drei Gelenke operativ ersetzt worden waren, verschlechterte sich die Beweglichkeit der Künstlerin weiter. Das Aufstehen von tiefen Sitzen und das Gehen fielen ihr zunehmend schwerer, sodass sie schließlich auf umfangreiche Hilfe im Alltag angewiesen war. Erst nach eingehenden Untersuchungen in der US-amerikanischen Mayo Clinic erhielten Simon und ihre Familie die Gewissheit, dass eine Parkinson-Erkrankung für die fortschreitenden Symptome verantwortlich war.
Die degenerative Nervenkrankheit greift gezielt Nervenzellen im Gehirn an und führt typischerweise zu Symptomen wie Versteifungen, Zittern und Gleichgewichtsstörungen. Neben den körperlichen Einschränkungen schilderte Simon jedoch auch die mentalen Folgen der Erkrankung. Sie kämpfe mit Phasen von Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und einer lähmenden Teilnahmslosigkeit, die es ihr an manchen Tagen unmöglich mache, den Alltag zu strukturieren. Zur Linderung der Bewegungsstörungen befindet sich die Musikerin mittlerweile in medikamentöser Behandlung.
Zusätzlich zur Parkinson-Diagnose musste sich Carly Simon einer Operation wegen eines Basalzellkarzinoms unterziehen, einer Form von Hautkrebs im Gesicht.
Obwohl der Tumor erfolgreich entfernt werden konnte, veränderte der Eingriff ihr äußeres Erscheinungsbild. Die Sängerin erklärte rückblickend, dass sie ihr Spiegelbild schon immer sehr kritisch betrachtet habe. Dass sie einst den Welthit „You’re So Vain“ (Du bist so eitel) schrieb, erscheine ihr vor diesem Hintergrund heute wie eine gewisse Ironie des Schicksals.
Eine jahrzehntelange Weltkarriere in der Popmusik
Die in New York geborene Künstlerin blickt auf eine eindrucksvolle musikalische Laufbahn zurück. Nachdem sie in den 1960er-Jahren zunächst gemeinsam mit ihrer Schwester Lucy aufgetreten war, gelang ihr 1971 mit ihrem Solo-Debüt und dem Gewinn des Grammys als beste neue Künstlerin der Durchbruch. Internationalen Weltruhm erlangte sie 1972 mit dem Album „No Secrets“ und der Single „You’re So Vain“. Zudem prägte sie die Popkultur mit weiteren Hits wie „Coming Around Again“ und dem James-Bond-Titelsong „Nobody Does It Better“ aus dem Film „Der Spion, der mich liebte“ von 1977.
„Ich habe nicht aufgehört zu leben, und ich habe nicht aufgehört zu arbeiten“, betonte Carly Simon in ihrer persönlichen Mitteilung.
Ein neues Studioalbum erscheint im August
Obwohl die Musikerin seit März 2018 nicht mehr öffentlich aufgetreten ist, hat sie sich nicht gänzlich aus der Musikwelt zurückgezogen. Die Arbeit an neuen Songs half ihr in den vergangenen Jahren dabei, trotz der chronischen Erkrankung einen festen Tagesablauf aufrechtzuerhalten. Die Musik habe ihr einen Zufluchtsort geboten, ohne dass sie dafür das Zimmer verlassen musste.
Am 14. August veröffentlicht Carly Simon mit dem Album „Comes in Waves“ ihr erstes vollständiges Werk mit eigenen neuen Songs seit dem Jahr 2008. Das Album enthält sowohl neue Kompositionen als auch musikalische Fragmente, die über Jahre hinweg auf ihre Fertigstellung gewartet hatten. Auch wenn der Alltag durch die Erkrankung langsamer und unberechenbarer geworden sei, bleibe die Musik für sie ein entscheidender Anker.























